Saar-Riesling vom Petershof: Caro Maurer gefällt’s

Im Bonner General-Anzeiger vom 20. August 2022 stellt Caro Maurer den Ortswein von Peter Thelen vor. Die sogenannten Ortsweine repräsentieren die Mitte der Qualitätspyramide; die Basis bilden die Gutsweine, dass Topp-Segment sind de Lagenweine. Im Grunde entstammen jedoch alle Weine von Peter Thelen den renommierten Lagen. Und dennoch sind einzelne Parzellen unterschiedlich (Alter der Rebstöcke etc.), so dass eine separate Vinifizierung sensorisch absolut Sinn macht.

Der Jahrgang 2020 ist der erste Jahrgang von Peter in der Weinmanufaktur Petershof, wobei er durch seine langjährige Tätigkeit als Betriebsleiter des Weingut Willems-Willems das Konzer Tal bereits wie seine berühmte Westentasche kennt.

Warum ist der Oberemmeler Ortswein feinherb, der aus Niedermenning jedoch trocken?
Wer jetzt denkt, dass der Feinherbe automatisch süßer schmeckt, der liegt nicht komplett richtig. Oberemmel hat als 2020er mit 9,0g/l gegenüber 7,2g/l Säure beim Ortswein aus Niedermenning auch deutlich mehr Säure.  Der Restzucker von 18,9g/l (gegenüber 4,4g/l beim Nierdermenning) wird dadurch super gepuffert, der Wein wirkt deutlich trockener. Die Restsüße trägt den Wein extrem lange, ist zugleich aber nie pappig oder zu fruchtig. Sicherlich ein Wein der noch ganz viele Jahre unheimlich viel Spaß bereiten wird.

Achtung: im General-Anzeiger wird der Oberemmeler Riesling feinherb als 2021er Jahrgang genannt. Hier müssen wir korrigieren: wir haben den 2020er eingesendet, also Peter’s ersten selbst produzierten Jahrgang.

 

Vorheriger Beitrag
Graham ‘s Malvedos Vintage Port 2010 – kaufen in schlechten Jahrgängen!
Nächster Beitrag
AOP Malpère – die große (kleine) Unbekannte
Menü