Roter Veltliner aus dem Waram – verwirrend lecker!

Roter Veltliner - Leth
Manche Weine sorgen für Verwirrung, obwohl das gar nicht ihre Intention ist.
So beispielsweise der ‚Rote Veltliner‘ der Familie Leth aus dem Wagram in Niederösterreich.
Der ‚Rote‘ Veltliner ist dabei eine weisse Traube. Und ein ‚Veltliner‘ im Sinne des ‚Grünen Veltliners‘ ist er auch nicht. Nicht verwandt. Noch nicht einmal ansatzweise!
In der Ahnenforschung zu dieser Rebsorte ist man nicht fündig geworden, woher diese Rebsorte ursprünglich stammen könnte. Somit giltsie als ureigene österreichische Sorte.
Die Rebsorte ist extrem anspruchsvoll und gedeiht am Besten auf tiefgründigen Lössböden. Löss? Das sind die urzeitlichen Verwehungen aus Lehm-, Kalk- und Sandstaub, die sich meterhoch aufschichten können. An der Hügelkette des Wagrams sind diese Schichten teilweise bis zu 20m stark.
Wie schmeckt den nun ein ‚Roter Veltliner‘? Ganz früher wurde die Rebsorte auch ‚Roter Muskateller‘ genannt. Damit ist schon ein Hinweis gegeben: die Nase fruchtig-aromatisch, im Geschmack eher milder. Dabei ist der Wein mit 2g furztrocken ausgebaut. Es ist diese tolle Aromatik nach Blüten, Melone und Zitrusfrucht die diesen Wein so fruchtig erscheinen lässt.
Ich finde diesen Wein wunderbar, sehr eigenständig, auch nicht mit einem Gelben Muskateller aus Deutschland zu vergleichen. Eher so Richtung sehr aromatischer Auxerrois.
 
Leth – Roter Veltliner Wagram DAC 2024 / 12,5% Vol (Bio)
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