‚Sagrantino‘ als Traubensorte  ist schon eine Rarität schlechthin: ausschliesslich in Umbrien, und hier konzentriert auf die Provinz Perugia wird diese Rebsorte angebaut. Ihre Hochburg sind die Hügel rund um Montefalco. Sagrantino hat gehört zu den gerbstoffhaltigsten Sorten überhaupt, ihre Beeren sind klein, kompakt, das Verhältnis Saft zu Schale sehr gering. Aus Sagrantino einen jungen, fruchtigen Wein zu keltern – aussichtslos! Sagrantino gehört sehr lange ins Holzfass, daran anschließend sollte er weitere Reifung in der Flasche erfahren. Frühestens nach 5 Jahren geht die Reise los, 10 Jahre sind besser – und nach oben gibt es eigentlich ’no limits‘. Somit gehören gute Sagrantino (nicht alle sind wirklich gut…) zu den langlebigsten Weinen überhaupt. Lediglich die geringe Menge wirklich guter Weine macht diesen Wein eher zu einem ‚unbekannten Diamanten‘. Filippo Antonelli, Arnaldo Caprai und Perticaia sind in meinen Augen immer eine Bank. Der 2001er Jahrgang wurde vom Konsortium mit 4/5 Sternen bewertet. Mit gefällt dieser Jahrgang richtig gut, ist er doch weniger mächtig als viel eer elegant und burgundisch geraten. Gute Säurestruktur, feines Tannin, keine gekochte Frucht – absoluter Marathonläufer!
Aktuell einen 20 Jahre alten Sagrantino aus einem Top-Jahrgang von einem der Top 3 Winzer zu bekommen – mehr Rarität geht beim besten Willen nicht.

 

„A balanced vintage characterized by frosts in April that caused a lower than average production in terms of quantity. Even if July and August were really hot and dry a rainy winter and few rains between June and July helped the ripening process. September and October were just optimal. Regular fermentations, for wines that were not full bodied as the previous warmer vintages but really elegant and complex, especially for the Montefalco Sagrantino.“ (Jahrgangsevaluation auf antonellisanmaro.it)

 

Menü